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Lagertha Bodypainting

Dieses wundervolle Painting war eine echte Herausforderung. Wir mussten mit Gewitter, Sand, Krabbeltieren, Sturm und Zeitdruck kämpfen. Hier möchte ich Euch nun die ganze Geschichte erzählen.

Die Vorbereitung:
Erik Schlicksbier und ich wollten schon länger etwas zusammen machen und so entstand mit der lieben Marisa die Idee die Filmfigur Lagertha aus der bekannten Serie Vikings nachzustellen. Nun ging erst die richtige Vorbereitung los. Ich sah mir Ausschnitte der Serie an, um die Figur besser kennenzulernen. Ich suchte mir eines ihrer Outfits aus und fing an möglichst viele Bilder von diesem auszudrucken. Damit unsere Lagertha noch genauer wurde, hat Erik eine Visagistin für die Haare und das Make Up engagiert. Sie traf sich mit Marisa schon mitten in der Nacht, um alles vor dem eigentlichen Painting fertig zu haben. Die Location war ziemlich schnell gefunden und so sollte das Painting am Strand in der Nähe von Kiel stattfinden. 

Der Aufbau:

Am Morgen des Shootings habe ich mich bereits um 5:30 mit Timm getroffen, der sich bereit erklärt hat an dem Tag zu helfen und Making Of Bilder zu machen. Zum Glück hatten wir ihn, denn alleine wären Marisa und ich völlig aufgeschmissen gewesen. Vielen Dank dafür! Erik konnte leider erst mittags zu uns stoßen und musste auch schon am frühen Nachmittag wieder los, was für uns unglaublicher Zeitdruck hieß.
Nachdem Timm und ich alles ins Auto geladen hatten, holten wir Marisa von der Visa ab. Alles klappte perfekt und wir kamen pünktlich am Strand an. Wir schleppten alles zu der Stelle am Strand an der auch das Shooting sein sollte. Als alles da war fingen wir an den Pavillon aufzubauen. Ich machte mich dann nochmal auf zum Auto, welches umgeparkt werden musste. Langsam fing es an zu grummeln und als ich wieder zurück zum Strand lief regnete es schon in Strömen. Ich dachte wirklich, dass wir spätestens jetzt alles abbrechen mussten. Es gewitterte ganz schön doll und wir saßen in unserem Sommer-Pavillon. Alles war nass und tropfte, als es dann endlich wieder aufhörte konnte ich doch noch mit dem Painting beginnen.

Das Painting:

Es war das anstrengendste und größte einzel Bodypainting das ich je gemalt habe. Ich durfte unserem Model ein komplettes Ganzkörper Painting malen. Ich malte Marisa zuerst die Grundstrukturen der Kleidung auf, damit ich später alle Linien richtig zusammenführen konnte. Dann malte ich erst die Chaps und arbeitete mich so voran. Somit konnte unser Model sich zu mindest noch ein wenig im Bademantel und in Decken gehüllt wärmen. Mit der Zeit wurde es immer wärmer und der Sand trocknete. Wir hatten durch das Gewitter viel Zeit verloren und so musste ich echt Gas geben, damit ich rechtzeitig fertig war, wenn Erik ankommt. Als er dann kam, war ich noch mittem im Painting, aber er ließ mir zum Glück noch etwas Zeit, auch wenn ich gerne noch viel mehr Zeit gehabt hätte.

Doch dann fing der Sturm an. Zuerst wehten nur die Planen ein wenig auf. Das war nicht weiter schlimm, doch dann wurde es immer heftiger, bis das ganze Zelt immer wieder kleine Hüpfer machte. Nun mussten wir etwas tun! Erik und Timm versuchten mit aller Kraft den Pavillon festzuhalten, damit ich weitermalen konnte. Da passierte es... Eine Stange gab nach und brach. So mussten die Seitenwände schon einmal abgebaut werden. Erik und Timm bauten den Pavillon dann aber schnell ganz ab, der Wind war einfach zu stark und das Painting zum Glück fertig. 

Das Shooting:

Nun konnte ich mich zurücklehnen. Ich habe alles zusammengepackt und aufgeräumt, dann durfte ich ein bisschen zuschauen. Nach ziemlich genau fünf Stunden und fünfzehn Minuten durchmalen war ich echt fertig. Da kam mir die Pause ganz recht. Das Shooting fand zuerst im Wald statt, dann ging es weiter durch eine Schlucht und zum Schluss musste sich Lagertha zum Strand durchkämpfen. Am Strand angekommen besprenkelte ich sie noch mir Kunstblut, welches wir später verwischten. 

Dieses Bodypainting war wirklich unglaublich anstrengend im Freien am Strand. Aber trotz sehr sandiger Angelegenheit, Krabbeltieren, viel Wind und unglaublichem Zeitdruck haben wir es gemeistert und ich finde es sind echt schöne Bilder dabei herraus gekommen. Zum Glück hatten wir so super tolle Hilfe von Timm Engels vom Fotoworkshop Kiel, der mir nicht nur geholfen hat alles am Strand aufzubauen, sondern auch den Pavillon festhielt und uns unterhielt. 

Die fertige Bildserie:

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